Review: Die Mondschwester von Lucinda Riley

Ich habe die anderen Bücher aus dieser Serie nicht gelesen. Anfangs muss man einige Seiten lesen um zu verstehen, wie die vielen Personen zueinander stehen. Der Personenindex am Anfang des Buches ist jedoch sehr hilfreich.

„Die Mondschwester“ ist der fünfte Band in der Reihe. Die Perspektiven werden aus Tiggys, Lucias, Marias oder Meniques Sicht geschildert.

Inhalt:

Tiggy ist die Protagonistin dieser Geschichte. Sie liebt Tiere, hat Zoologie studiert und hat jetzt die Aufgabe, Wildkatzen in ihrer neuen Umgebung zu betreuen. Tiggy setzt sich nicht nur für Tiere, sondern auch für die Umwelt ein. Der Zigeuner Chilly erzählt Tiggy von ihren Roma und Sinti Wurzeln. Wie es Chilly prophezeit hat, macht sich unsere Protagonistin auf den Weg nach Spanien um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Auf ihrer Reise setzt sich Tiggy mit ihrer eigenen Begabung – der Hellsicht – auseinander.

Der Goldmann Verlag hat dieses Buch wunderschön gestaltet. Ich bin noch immer ganz hin und weg von dem bildschönen, detailreichen Cover. Auch das Innere des Buches ist ein wahrer Hingucker. Süße Illustrationen (meist von Tieren) zieren den Anfang mancher Kapitel. Die gebundene Ausgabe der „Mondschwester“ bietet dem Lesegenuss sogar ein integriertes Lesezeichen aus Stoff als kleiner Bonus.

Die Landschaftsbeschreibungen Schottlands waren einfach atemberaubend! Lucinda Riley beschreibt die schottischen Highlands mit viel Liebe zum Detail. Man konnte die hügelige Landschaft bildlich vor sich sehen!

Dennoch mochte ich den Schreibstil der Autorin nicht so richtig. Sie verwendet irrsinnig viele Dialoge. Die Sätze wirken irgendwie erzwungen bzw. aufgesetzt. Man kann auch viel von dem Inhalt der Geschichte hervorsehen. Überraschungen gab es wenige in diesem Roman.

Die Geschichte konnte mich nicht so ganz von sich überzeugen. Man erfährt von Familiengeschichten, der Lage der Roma und Sinti, insbesondere während des Zweiten Weltkrieges und von esoterischen Tendenzen.

Ich konnte mit der Hauptfigur Tiggy auch nicht ganz warm werden. Sie wirkte mir persönlich ein wenig zu grün und naiv. Auch ihre langsam entstehende Liebesgeschichte wirkte auf mich sehr aufgesetzt und keinesfalls überraschend.

Ich frage mich, ob ich mehr Begeisterung für „Die Mondschwester“ hätte aufbringen können, wenn ich die anderen Bücher dieser Serie zuerst gelesen hätte. Dann denke ich mir jedoch, dass der Schreibstil und die Erzählkunst nicht anders verlaufen wären. Ich hatte so viel gutes von diesem Buch und den verschiedenen Schwestern gehört, vielleicht waren meine Erwartungen jedoch einfach zu hoch.

Wertung: 3 von 3 Sternen 🌟🌟🌟

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

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