Review: „Der Himmel gehört uns“ von Luke Allnutt

„Der Himmel gehört uns“ ist ein mitreißender Roman von Luke Allnutt über das tragische Schicksal einer jungen Familie. Der Kampf gegen den Krebs steht in diesem vom Blanvalet Verlag herausgegebenen Roman im Vordergrund.

Inhalt:

Anna und Rob haben eine untypische Liebesgeschichte, da Anna ihre Zuneigung in der Öffentlichkeit nicht zeigen kann. Die beiden haben sich in einem Pub kennen gelernt. Anna hatte bereits mehrere Fehlgeburten, doch dann kam Jack. Jack genoss eine glückliche, jedoch kurze Kindheit bis zu seinem fünften Lebensjahr, denn dann wurde Glioblastom in Stadium 3 (also Krebs) festgestellt. Die Eltern wurden vor mehrere schwierige Entscheidungen gestellt: sollten sie ihren Sohn operieren lassen, eine Chemotherapie durchführen etc. Rob stürzt sich in Online Recherchen und stößt auf eine Website namens Hope Place. Hier erfährt Rob von einem Arzt aus Prag, der eine zwielichtige Heilungsmethode für Krebs Patienten vorgibt zu praktizieren. Anna fährt zu ihrer Mutter, die plötzlich einen schweren Herzinfarkt hat, während Rob mit Jack nach Prag fliegt um die Behandlung zu starten, doch Anna holt ihren Sohn zurück nach London. Zwei Monate später verstirbt Jack an den Folgen seiner Erkrankung. Der tschechische Arzt wurde verhaftet. Die Eltern müssen lernen, mit dem Tod ihres Kindes umzugehen, doch Anna reicht die Scheidung ein, weil Rob alkoholabhängig wurde.

Ich mochte das Buch, weil es sehr interessant geschrieben war. Der Text ist sehr verständlich, denn es kommen kaum medizinische Fachausdrücke vor. Das Buch war anfangs ein wenig langwierig, wurde jedoch immer spannender. Das gesamte Buch ist aus der Sicht des Vaters Rob geschrieben und insgesamt in drei Teile gegliedert. Teil 1 schildert die Vorgeschichte der Eltern, Teil 2 beschäftigt sich in erster Linie mit der Situation des plötzlich erkrankten Kindes und Teil 3 beschreibt das Leben der Familie nach Jacks Tod.

Die Figur des Vaters ist am mitreißendsten geschrieben. Man fiebert mit den Emotionen und Schicksalsschlägen des Vaters mit. Man kann seine Handlungen nachvollziehen, denn wer würde beispielsweise nicht im Internet nach allen Aspekten einer Krankheit recherchieren, von der man in irgendeiner Weise betroffen ist? Die Geschichte ist sehr emotional.

Die Geschichte spielt nach 2010 und ist mit sehr modernen Elementen, wie z.B. WordPress bestückt.

Das Buch hat mich emotional sehr berührt und sprachlos gemacht. Das Schicksal des kleinen Kindes reißt einen auf jeden Fall mit. „Der Himmel gehört uns“ ist ein wunderschöner, wenn auch trauriger Roman, also nichts für zart beseelte Gemüter.

 

Wertung: 4 von 5 Sternen

 

Besten Dank an Blanvalet für die Zusendung dieses Leseexemplars!

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